Über uns

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Über uns…

Christian  Neuberger

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Wer ich bin? Ja, eine gute Frage, die zu beantworten gar nicht so leicht ist. Doch ich bin mit meinem Leben mehr als zufrieden. Es ist bisher alles super gut gelaufen und ich glaube fest daran, dass es so weiter geht. Der erste Schritt war die Gründung einer Stiftung. Dieses Ziel ist erreicht und soll nun mit Leben gefüllt werden. Der zweite Schritt ist das Projekt Aichbaindthof. Hier möchte ich mit Gleichgesinnten meine VISION umsetzen.

Nachdem meine elterliche Familie in München sesshaft wurde, folgten nach Schule, Bundeswehr und Offiziersausbildung schließlich eine Lehre sowie das Abendstudium der Betriebswirtschaft in München. Um das Studium zu finanzieren, habe ich angefangen, Böden zu verlegen – eben handwerkliche Kleinaufträge, die die anderen nicht machen wollten. Die Kunden waren mit mir zufrieden. Das Geschäft lief gut, und so habe ich mich entschlossen, das Studium an den Nagel zu hängen und den Betrieb weiter auszubauen. Die Kunden mochten uns. Und so sind wir gewachsen und gewachsen – ganz von alleine. Zu der Bodenlegerei kamen Trockenbau und eine Schreinerei dazu. Die gemieteten Räume wurden bald zu klein, und es wurde das erste Betriebsgebäude gebaut.

Ich habe geheiratet, und zwei wunderbare Kinder kamen auf die Welt, mit denen ich jetzt noch gut zusammenarbeite. Meine Frau hat mir immer den Rücken freigehalten. Und es gab nie Vorwürfe, wenn ich spät am Abend nach Hause kam und todmüde ins Bett gefallen bin.

Nach weiteren fünf Jahren wurde das Gebäude schon wieder zu klein, also bauten wir neu und größer. 1100 qm groß war das neue Gebäude. Und wir hatten mittlerweile fast 100 Mitarbeiter. Unser Motto „Auf uns ist Verlass“ kam gut an und ließ uns weiter wachsen.

Mein persönliches Lebensmotto „Ich liebe die 40 Stundenwoche und deshalb mache ich sie gleich doppelt“ hat mich anfangs auch erfüllt. Aber mit der Zeit merkte ich, dass mit dem vielen „Arbeiten“ andere Dinge viel zu kurz kamen. Wie Familie und Kinder, für die dadurch ich wenig Zeit hatte. Das wollte ich ändern. Ich habe mich deshalb entschlossen, die Betriebe Trockenbau, Fußbodenbau und Schreinerei zu verkaufen – an eigene Mitarbeiter und an einen bekannten Wettbewerber. Der Preis war dabei nicht das Entscheidende, sondern es ging um die Fähigkeit der Käufer, den Betrieb wirklich „verlässlich“ getreu dem Motto weiter zu führen. Ich habe diesen Schritt nie bereut. Die Scheuklappenzeit war vorbei.

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts (Schopenhauer).

Die Gesundheit war einmal meine große persönliche Baustelle. Viel zu schwergewichtig, hoher Blutdruck und unbeweglich … Kein Wunder, dass es mir körperlich nicht so gut ging. Jahrelang bin ich jeden Tag zu McDonald`s gegangen und habe meinen Körper über Gebühr beansprucht. 3 Mal am Tag Fleisch und Wurst. Aber ich wusste es nicht besser und habe es so gemacht wie viele auch.

Seminare, Kurse, Vorträge und Sport waren nun angesagt. Bald merkte ich, dass die Ernährung und die Bewegung der Schlüssel zur Gesundheit sind. Zuerst kam die Ernährungsumstellung in vielen kleinen Schritten und mit vielen neuen Menschen, die mir einen „anderen“ Weg gezeigt haben. Mir ging es zusehends besser. Von 86 Kilo auf 68 Kilo im Laufe vieler Jahre, und das ganz von alleine.

Ein Schlüsselerlebnis hat mein Sohn ausgelöst. Er ist über seine Freundin zur veganen Ernährungsweise gekommen. Bei den vielen Besuchen haben die beiden immer gekocht und köstliche Speisen zubereitet, und alles ohne tierische Produkte. Für mich war es nicht vorstellbar, sich täglich so zu ernähren. Aber der Bursche hat es gut gemacht: „Vater, haben wir das Recht, Tiere zu halten, um sie zu töten?“ Eine provokante Frage, die ich mit großer Überzeugung zu widerlegen suchte. So viele Jahre als „Fleischmensch“ gibt man nicht so schnell auf. Er hat mir schließlich Linktipps und Filme zugeschickt. Die ersten, inneren Zweifel kamen auf – und mit einem Mal kam die Erkenntnis: „Wir haben eben nicht das Recht …“. Wie Schuppen fiel mir die alte Sichtweise von den Augen.

Und dann ging es plötzlich ganz leicht. Die Erkenntnis, dass der Weg über das Quälen und Töten nicht der Richtige sein kann, hat es mir leicht gemacht, auf tierische Produkte zu „verzichten“. Nein, es war kein Verzicht – es war eine Befreiung von alten Vorstellungen. Dass der Körper und die Seele vor Freude Purzelbäume geschlagen haben – wen wundert das?

Aber es geht noch um viel mehr. Es geht um unsere einzigartige wunderbare Welt. Überlegt mal: Die weltweite Nutztierhaltung erzeugt so viele Emissionen wie der weltweite Verkehr. Wir belasten und verunreinigen auf lange Zeit unsere Böden und unser Trinkwasser mit Gülle und mit Pestiziden. Um unsere Tiere zu ernähren, müssen wir in großen Umfang das Futter aus Südamerika und Übersee importieren. Dafür nehmen wir in Kauf, dass Urwälder im großen Stil gerodet und die Menschen vertrieben werden. Es entstehen dort riesige Felder, auf den genveränderter Mais und Soja usw. angebaut werden. Mit großem Aufwand erfolgt dann die Lieferung nach Europa, um dann in Futterfabriken zu Kraftfutter verarbeitet zu werden. Ist das richtig? Pflanzlich vollwertige Ernährung ist somit real gelebter Umweltschutz, und mit das Beste, was jeder sofort für die Umwelt tun kann. Ernährung nach den Kriterien Ethik, Umwelt und Gesundheit – und die Welt würde wieder gesunden.

„Du bist, was du isst“.

In mir ging ein unglaublicher Wandel vor. Nicht nur, dass ich schnell gesund wurde. Ich hatte mittlerweile das Mountainbiken entdeckt. Mit der pflanzlichen Ernährung wurde ich viel leistungsfähiger. Es hat mir unglaubliche Freude bereitet, damit die Alpen und die Insel Kreta mit den hohen Bergen zu überqueren – oder den Mont Blanc zu umrunden. Meine Freunde, mit denen ich die Touren gemacht hatte, waren in der Regel viele Jahre jünger.

Nach weiteren Seminaren und Vorträgen kam ich zur „Rohkost“. Ich konnte mir das zwar nicht vorstellen, aber ich war wissbegierig – und neugierig. Auf einem Seminar in Fulda hatte ich mich fast 3 Tage nur „rohköstlich“ ernährt. Da kam dann die zweite Überraschung. Ich hatte mein Mountainbike dabei. Nach dem Seminar machte ich noch eine MB-Tour auf die Wasserkuppe mit 50 km und 1700 Höhenmeter. Ich kam um 20.30 Uhr zurück und fast „ausgeruht“ zum Auto. Dann von Fulda nach München. Es ist 1 Uhr in der Nacht. Müdigkeit, was ist das? Ich arbeite meinen Schreibtisch noch auf. Um 2.30 Uhr gehe ich ins Bett und bin um 7 Uhr putzmunter. Verwunderung. Und Freude! Ich bin so zum „Vitalköstler“ geworden. Schlüsselerlebnisse, die mein Leben verändert haben.

So kam ich nunmehr zu meiner Vision mit dem Aichbaindthof. Hier möchte ich mit ähnlich denkenden Menschen einen Ort des Friedens schaffen. „Aichbaindt“ bedeutet schließlich „freies und eingefriedetes Stück Land“. Jetzt geht es darum, die Vorstellungen und Wünsche umzusetzen und uns mit anderen hierfür noch stärker zu vernetzen – was uns bisher auch sehr gut gelungen ist.

Herz und Verstand.

Beides ist wichtig. Aber wenn ich im Zweifel bin, frage ich jetzt immer mein Herz – und es zeigt mir den richtigen Weg.

„Öffne dein Herz“ – die vegane Vitalkost trägt nach meiner Meinung dazu bei! Und die Welt braucht „dein“ Herz! Die Welt ist so großartig…

 

In diesem Sinne, Euer Christian

 

 

Markus Strauß

 

Der Aichbaindthof ist seit dem Winter 2017/18 meine Heimat. Inzwischen habe ich mich hier schon gut verwurzeln können, da wir schon über Tausend Sträucher – von A wie Aronia bis W wie Weißdorn – gepflanzt und eine Streuobstwiese sowie einen Permakulturgarten angelegt haben.

Nach dem Unterrichten und Vortragen außerhalb des Hofes kann ich mich hier wieder erden und auftanken. Im Laufe der nächsten Jahre werden sowohl auf den Wiesen des Aichbaindthofes als auch auf einigen Flächen der Marktgemeinde Wiggensbach noch viele einheimische Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt, natürlich zum allergrößten Teil essbare Arten.

Damit geben wir hier der Natur ein Stück Erde zurück, in der man dann nach Herzenslust Sammeln gehen kann.

Wer mehr über mich und meine Aktivitäten sowie über die von mir gegründete Stiftung EWILPA erfahren möchte wird hier fündig:
www.dr-strauss.net
www.ewilpa.net

 

 

Susanne und Markus – eine junge Familie mit zwei Kindern

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt”
(Mahatma Gandhi)

 

suannemarkusfamilie

 

Wir, Susanne und Markus, ziehen mit unseren zwei kleinen Kindern im Herbst auf den Aichbaindthof.

Lange waren wir auf der Suche nach einem Bauernhaus im Allgäu, wo wir unsere Träume verwirklichen konnten: ein Leben als Selbstversorger, anlegen eines Permakulturgartens, Tiere um uns herum. Wir hatten auch immer Lust zu renovieren und aus einem alten Bestand mit unseren Händen wieder etwas Schönes zu machen. Markus wünschte sich eine Werkstatt zum “Werkeln” und “Tüfteln”, Susanne träumte von einem alten Baumbestand und einer Kapelle und der kleine Sohn wünschte sich unbedingt einen Traktor.

Unsere Suche war oftmals frustrierend. Denn schnell mussten wir feststellen, dass es für eine junge Familie nicht leistbar ist, einen passablen Bauernhof, der nicht abbruchreif ist, zu finden. Wir trafen auf unserer Suche viele junge Familien, denen es genauso ging.

Und da tauchte plötzlich mit Hilfe einer Freundin der Aichbaindthof vor uns auf. Im selben Ort, nur 5 Minuten von unserem derzeitigen Zuhause. Und wir staunten, als wir heraufanden, dass die Menschen am Aichbaindthof dieselben Visionen hatten wie wir. Wir fanden dort alles, aber auch wirklich alles vor, was wir uns im Vorfeld so sehr wünschten.

Und das Beste: Wir sind auf Gleichgesinnte gestoßen, mit denen wir GEMEINSAM unsere Visionen leben können. Markus muss sich nicht mehr der 18kg Kiste Bananen pro Woche erklären und Susanne kann einfach Ihrem Traum vom “Garteln” nachgehen.

Wir freuen uns sehr, am Aichbaindthof für den Permakulturgarten verantwortlich zu sein und gehen voller Zuversicht in einen neuen Lebensabschnitt. Es ist schön, die Möglichkeit zu bekommen, neue Erfahrungen zu machen und zusammen ein Stückchen einer besseren Welt im Einklang mit Mensch und Natur zu erschaffen.

Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt.”
(Robert Baden-Powell Gründer der Pfadfinderbewegung)